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Bewerbung1. Februar 2026Von der Genieportal-Redaktion

Bewerbung fürs Schülerpraktikum: Anleitung, Aufbau & Muster

Schülerpraktikum-Bewerbung Schritt für Schritt: Aufbau von Anschreiben und Lebenslauf, Muster-Formulierungen, häufige Fehler und Checkliste – für die Klassen 8 bis 10.

Das Wichtigste in Kürze

  • 3–6 Monate vor dem Wunschtermin bewerben – beliebte Plätze sind früh weg
  • Anschreiben (1 Seite): Wer bist du, warum dieser Betrieb, warum dieser Bereich
  • Lebenslauf (1 Seite): Schule, Lieblingsfächer, Hobbys, kleine Erfahrungen – Berufserfahrung erwartet niemand
  • Als EIN PDF per E-Mail schicken, seriöse E-Mail-Adresse verwenden
  • Parallel bei 3–5 Betrieben bewerben und nach 1–2 Wochen freundlich nachfassen

Bewerbung fürs Schülerpraktikum: So gehst du vor

Für die meisten Schülerpraktika brauchst du eine kurze schriftliche Bewerbung: ein Anschreiben (eine Seite) und einen Lebenslauf (eine Seite). Zeugnisse werden nur verlangt, wenn der Betrieb ausdrücklich danach fragt. Keine Sorge: Niemand erwartet von dir Berufserfahrung – Betriebe wollen sehen, dass du dich wirklich für ihren Bereich interessierst und zuverlässig bist.

Früh dran sein lohnt sich: Beliebte Betriebe vergeben Praktikumsplätze oft Monate im Voraus. Ideal: 3–6 Monate vor dem Praktikumstermin bewerben – vor allem bei großen Unternehmen, Kliniken und Behörden.

Schritt 1: Den richtigen Betrieb finden

Überlege zuerst, welchen Beruf oder Bereich du kennenlernen willst – und such dir 3 bis 5 Betriebe heraus, bei denen du dich bewirbst. So bist du nicht aufgeschmissen, wenn es beim Wunschbetrieb nicht klappt. Aktuelle Praktikumsplätze findest du in unserer Praktikumssuche, sortiert nach Praktikumsberufen.

Schritt 2: Das Anschreiben – Aufbau mit Beispiel-Formulierungen

Dein Anschreiben passt auf eine Seite und beantwortet drei Fragen: Wer bist du? Warum dieser Betrieb? Warum dieser Bereich? Der bewährte Aufbau:

  • Betreff: „Bewerbung um ein Schülerpraktikum vom [Datum] bis [Datum]“ – mit deinem Zeitraum, den die Schule vorgibt.
  • Anrede: Wenn möglich mit Namen („Sehr geehrte Frau Müller“). Den Ansprechpartner findest du auf der Website des Betriebs oder du rufst kurz an.
  • Einstieg (2–3 Sätze): Wer du bist und was du willst. Beispiel: „ich besuche die 9. Klasse der Beispiel-Realschule und absolviere vom 10. bis 21. März mein Schülerpraktikum. Ich interessiere mich sehr für handwerkliche Berufe und würde dieses gern in Ihrem Betrieb machen.“
  • Warum dieser Betrieb (3–4 Sätze): Zeig, dass du dich informiert hast. Beispiel: „Besonders spannend finde ich, dass Sie neben klassischen Malerarbeiten auch Fassadengestaltung anbieten.“
  • Was du mitbringst (2–3 Sätze): Hobbys, Schulfächer, Erfahrungen aus AGs oder Nebenjobs, die zum Bereich passen. Beispiel: „In meiner Freizeit helfe ich oft bei Renovierungen in der Familie mit – sorgfältiges Arbeiten macht mir Spaß.“
  • Schluss: „Über eine Einladung zu einem kurzen Kennenlerngespräch freue ich mich. Mit freundlichen Grüßen“ – plus Unterschrift.

Schritt 3: Der Lebenslauf – kurz und übersichtlich

Für ein Schülerpraktikum reicht ein tabellarischer Lebenslauf auf einer Seite mit diesen Blöcken:

  • Persönliche Daten: Name, Adresse, Telefon, E-Mail (seriöse Adresse!), Geburtsdatum.
  • Schulbildung: Aktuelle Schule, Klasse, voraussichtlicher Abschluss.
  • Kenntnisse & Interessen: Lieblingsfächer mit Bezug zum Praktikum, Computerkenntnisse, Sprachen, Hobbys.
  • Erfahrungen (falls vorhanden): AGs, Vereine, Babysitten, Zeitungsaustragen, Schülerfirma – alles zählt, was Zuverlässigkeit zeigt.

Foto – ja oder nein? Ein Foto ist keine Pflicht. Wenn du eines nutzt, dann ein freundliches, aktuelles – kein Schnappschuss und kein stark gefiltertes Selfie.

Schritt 4: Abschicken – per E-Mail oder Post?

Heute üblich ist die E-Mail-Bewerbung: Anschreiben und Lebenslauf als EIN gemeinsames PDF (nicht als Word-Datei!), kurzer E-Mail-Text (2–3 Sätze), aussagekräftiger Betreff. Manche Handwerksbetriebe freuen sich auch über eine persönliche Abgabe – das zeigt Initiative. Bewirbst du dich über ein Online-Formular, halte dein PDF bereit.

Die 5 häufigsten Fehler – und wie du sie vermeidest

  • Massen-Anschreiben: Gleicher Text an zehn Betriebe fällt sofort auf. Ändere mindestens den Absatz, warum du zu DIESEM Betrieb willst.
  • Rechtschreibfehler: Lass Eltern, Geschwister oder Lehrer gegenlesen – zwei Augenpaare finden mehr.
  • Falscher Ansprechpartner oder Firmenname: Copy-Paste-Falle Nummer eins. Vor dem Absenden doppelt prüfen.
  • Unseriöse E-Mail-Adresse: Leg dir für Bewerbungen eine Adresse aus Vor- und Nachname zu.
  • Zu spät bewerben: Wenige Wochen vor dem Termin sind viele Plätze weg – plane Monate ein.

Checkliste vor dem Absenden

  • Betreff mit Praktikumszeitraum?
  • Ansprechpartner mit Namen angeschrieben?
  • Begründung, warum dieser Betrieb?
  • Lebenslauf aktuell und eine Seite?
  • Alles als ein PDF? Dateiname z. B. „Bewerbung_Vorname_Nachname.pdf“?
  • Von jemandem gegenlesen lassen?

Nach dem Absenden: dranbleiben

Keine Antwort nach 1–2 Wochen? Ruf freundlich an und frag nach dem Stand – das wirkt interessiert, nicht aufdringlich. Bei einer Zusage: Termin bestätigen und klären, was du mitbringen sollst (z. B. Arbeitskleidung, Gesundheitszeugnis in Küche/Pflege). Bei einer Absage: kurz bedanken und den nächsten Betrieb anschreiben – deshalb bewirbst du dich parallel bei mehreren.

Übrigens: Was dir das Praktikum bringt und welche Rechte du dort hast, liest du im großen Schülerpraktikums-Guide. Ob dein Praktikum bezahlt wird, erfährst du unter Schülerpraktikum & Gehalt.

Häufige Fragen

Brauche ich ein Foto für die Bewerbung?
Ein Foto ist nicht Pflicht, wird aber von vielen Betrieben gerne gesehen. Wenn du eins verwendest, sollte es ein aktuelles, freundliches Porträtfoto sein – kein Selfie oder Urlaubsfoto.
Wie lang sollte das Anschreiben sein?
Das Anschreiben sollte maximal eine DIN-A4-Seite lang sein. Komme auf den Punkt und vermeide Wiederholungen. Qualität geht vor Quantität.
Was mache ich, wenn ich gar keine Erfahrung habe?
Das ist völlig normal – dafür ist das Praktikum ja da. Betone stattdessen deine Interessen, relevante Schulfächer und persönliche Stärken wie Neugier, Zuverlässigkeit oder Teamfähigkeit.
Kann ich mich auch persönlich im Betrieb vorstellen?
Ja, vor allem bei kleineren Betrieben wie Bäckereien, Friseursalons oder Werkstätten ist das sogar üblich. Ziehe dich ordentlich an und bringe deine Bewerbungsunterlagen mit.
Wann sollte ich mich für ein Schülerpraktikum bewerben?
Ideal sind 3 bis 6 Monate vor dem Praktikumszeitraum. Große Unternehmen, Kliniken und Behörden vergeben Plätze besonders früh – Handwerksbetriebe sind oft auch kurzfristiger offen.
Bewerbung per E-Mail oder Post?
Per E-Mail ist heute Standard: Anschreiben und Lebenslauf als ein gemeinsames PDF mit klarem Betreff. Eine persönliche Abgabe im Betrieb kann bei kleineren Firmen zusätzlich punkten.

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Stand: Februar 2026· Alle Angaben ohne Gewähr