Warum ein Praktikum im Ausland?
Ein Praktikum im Ausland ist mehr als nur ein Eintrag im Lebenslauf. Es ist eine Lebenserfahrung, die dich persönlich und beruflich weiterbringt. Du lernst eine neue Kultur kennen, verbesserst deine Sprachkenntnisse und zeigst zukünftigen Arbeitgebern, dass du flexibel, mutig und selbstständig bist.
Laut Umfragen unter Personalern bewerten rund 80 Prozent der Arbeitgeber Auslandserfahrung positiv – sie zeigt interkulturelle Kompetenz und Eigeninitiative. Gerade in international tätigen Unternehmen kann ein Auslandspraktikum den Unterschied bei der Bewerbung machen.
Beliebte Zielländer
Die Wahl des Landes hängt von deinen Interessen, Sprachkenntnissen und beruflichen Zielen ab. Hier einige beliebte Ziele:
Europa
- Großbritannien: Besonders beliebt für Wirtschaft, Finanzen und Medien (Achtung: seit Brexit gelten neue Visa-Regeln)
- Spanien: Ideal für Tourismus, Gastronomie und Sprachkenntnisse
- Frankreich: Stark in Mode, Luxus, Ingenieurwesen
- Österreich/Schweiz: Gleiche Sprache, aber andere Arbeitskulturen
Außerhalb Europas
- USA: Der Klassiker für ambitionierte Praktikanten – aber Visa sind schwer zu bekommen
- Kanada: Offen für junge Menschen, Working-Holiday-Visum möglich
- Asien: Wachsende Wirtschaften in China, Japan, Singapur bieten spannende Möglichkeiten
Wie findest du ein Praktikum im Ausland?
Eigenständige Suche
Nutze internationale Jobportale wie LinkedIn, Indeed oder Glassdoor und filtere nach Praktikumsstellen im Zielland. Viele Unternehmen schreiben Praktika auch auf ihrer eigenen Karriereseite aus.
Vermittlungsorganisationen
Organisationen wie AIESEC, IAESTE, DAAD oder private Vermittler helfen bei der Suche und kümmern sich oft auch um Visum, Unterkunft und Versicherung. Das kostet zwar etwas, nimmt dir aber viel Organisationsaufwand ab.
Hochschul-Programme
Wenn du studierst, erkundige dich beim International Office deiner Hochschule. Viele Unis haben Partnerschaften mit Unternehmen im Ausland und können Praktikumsplätze vermitteln.
Förderprogramme und Finanzierung
Ein Auslandspraktikum muss nicht teuer sein. Es gibt zahlreiche Fördermöglichkeiten:
- ERASMUS+: Das EU-Programm fördert Praktika in Europa mit monatlichen Zuschüssen von 400-600 Euro
- DAAD: Bietet Stipendien für Praktika weltweit – besonders für Studierende
- Auslands-BAföG: Auch im Ausland kannst du BAföG beantragen – die Fördersätze sind sogar höher als im Inland
- PROMOS: Ein DAAD-Programm, das von Hochschulen vergeben wird und Kurzaufenthalte fördert
- Stiftungen: Viele Stiftungen vergeben Stipendien für Auslandsaufenthalte
Vorbereitung: Was du beachten musst
Visum und Arbeitserlaubnis
Innerhalb der EU brauchst du als deutscher Staatsbürger kein Visum für ein Praktikum. Außerhalb der EU musst du dich rechtzeitig um ein Visum kümmern – manche Verfahren dauern mehrere Monate.
Versicherung
Deine deutsche Krankenversicherung gilt in EU-Ländern, aber der Schutz ist begrenzt. Eine Auslandskrankenversicherung ist daher unbedingt empfehlenswert – sie kostet meist nur wenige Euro pro Monat.
Unterkunft
Kümmere dich frühzeitig um eine Unterkunft. WG-Zimmer, Studentenwohnheime oder Plattformen wie HousingAnywhere können helfen. Manche Unternehmen bieten auch eine Unterkunft oder Unterstützung bei der Suche.
Sprache
Für ein erfolgreiches Auslandspraktikum solltest du die Arbeitssprache zumindest auf B1-Niveau beherrschen. In vielen internationalen Unternehmen reicht Englisch – aber Grundkenntnisse der Landessprache helfen im Alltag enorm.
Fazit: Trau dich!
Ein Praktikum im Ausland erfordert Mut und Planung, aber die Erfahrungen sind unbezahlbar. Egal ob drei Wochen in Wien oder sechs Monate in Barcelona – du wirst mit neuen Fähigkeiten, Kontakten und Erinnerungen zurückkommen, die dich ein Leben lang begleiten.