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Bewerbung28. Januar 2026

Absage auf die Praktikumsbewerbung: So gehst du damit um

Eine Absage auf deine Praktikumsbewerbung tut weh, ist aber kein Weltuntergang. Erfahre, wie du professionell damit umgehst, was du aus Absagen lernen kannst und wie du motiviert bleibst.

Das Wichtigste in Kürze

  • Absagen gehören zum Bewerbungsprozess dazu und sind kein Zeichen mangelnder Qualifikation
  • Frage höflich nach dem Grund der Absage – das Feedback hilft dir, dich zu verbessern
  • Überprüfe nach jeder Absage kritisch deine Bewerbungsunterlagen
  • Bewirb dich immer bei mindestens 5–10 Betrieben gleichzeitig
  • Nutze alternative Wege: Initiativbewerbungen, Netzwerk, Praktikumsbörsen
  • Lass dich von Rückschlägen nicht entmutigen – Ausdauer zahlt sich aus

Absagen gehören dazu – und das ist okay

Du hast dir Mühe mit deiner Bewerbung gegeben, alles sorgfältig vorbereitet und dann kommt die Antwort: eine Absage. Das ist frustrierend und kann richtig wehtun, besonders wenn du dich auf einen bestimmten Betrieb besonders gefreut hast. Aber lass dich davon nicht entmutigen! Absagen gehören zum Bewerbungsprozess dazu – das erleben nicht nur Schüler, sondern auch erfahrene Berufstätige.

Wichtig ist, dass du eine Absage nicht persönlich nimmst. Sie bedeutet nicht, dass du nicht gut genug bist. Es gibt viele Gründe für eine Absage, die nichts mit dir als Person zu tun haben. Vielleicht hatte der Betrieb nur einen Praktikumsplatz und 20 Bewerbungen, vielleicht passte der Zeitraum nicht, oder vielleicht hat ein internes Mitarbeiterkind den Platz bekommen. Lass dich nicht unterkriegen!

Die häufigsten Gründe für Absagen

Wenn du eine Absage bekommst, kann das verschiedene Ursachen haben. Die meisten haben nichts mit deiner Qualifikation zu tun:

  • Zu viele Bewerbungen: Beliebte Unternehmen erhalten oft deutlich mehr Bewerbungen, als sie Plätze anbieten können
  • Zeitraum passt nicht: Dein gewünschter Praktikumszeitraum kollidiert möglicherweise mit der Urlaubszeit oder einer besonders arbeitsintensiven Phase des Betriebs
  • Altersgrenze: Manche Betriebe nehmen aus versicherungsrechtlichen Gründen erst Schüler ab einem bestimmten Alter
  • Branchenspezifische Anforderungen: In manchen Bereichen (z.B. Labor, OP) gibt es strenge Hygienevorschriften oder Sicherheitsbestimmungen, die ein Schülerpraktikum erschweren
  • Fehlende Kapazitäten: Der Betrieb hat gerade kein Personal, das einen Praktikanten betreuen könnte
  • Formale Mängel: Rechtschreibfehler, fehlende Unterlagen oder ein unprofessionelles Foto können ebenfalls zur Absage führen

Richtig auf eine Absage reagieren

Schritt 1: Durchatmen und akzeptieren

Nimm dir einen Moment, um die Enttäuschung zu verarbeiten. Es ist völlig normal, traurig oder frustriert zu sein. Rede mit deinen Eltern, Freunden oder einem Lehrer darüber. Aber wälze dich nicht zu lange darin – nach einem Tag solltest du wieder nach vorne schauen.

Schritt 2: Nachfragen

Eine der klügsten Dinge, die du nach einer Absage tun kannst, ist höflich nachzufragen, warum du abgelehnt wurdest. Das erfordert Mut, liefert aber wertvolle Informationen für zukünftige Bewerbungen. Schreibe eine kurze E-Mail:

„Sehr geehrte Frau [Name], vielen Dank für Ihre Rückmeldung. Auch wenn ich über die Absage enttäuscht bin, respektiere ich Ihre Entscheidung. Um mich zukünftig zu verbessern, wäre ich Ihnen sehr dankbar, wenn Sie mir kurz mitteilen könnten, woran es gelegen hat. Vielen Dank und freundliche Grüße, [Dein Name].“

Nicht jeder Betrieb wird antworten, aber viele geben gerne ein kurzes Feedback. Dieses Feedback ist Gold wert für deine nächste Bewerbung.

Schritt 3: Bewerbung überprüfen

Nutze die Gelegenheit, deine Bewerbungsunterlagen kritisch zu überprüfen:

  • Sind Anschreiben und Lebenslauf fehlerfrei?
  • Ist das Anschreiben individuell auf den Betrieb zugeschnitten?
  • Ist dein Bewerbungsfoto professionell?
  • Hast du alle geforderten Unterlagen mitgeschickt?
  • Klingt dein Anschreiben motiviert und persönlich?

Bitte deine Eltern, einen Lehrer oder eine Berufsberaterin, deine Unterlagen einmal durchzusehen. Manchmal fallen anderen Fehler auf, die man selbst übersieht.

Schritt 4: Weitermachen

Die wichtigste Regel nach einer Absage: Nicht aufgeben! Bewirb dich bei weiteren Unternehmen. Habe immer mehrere Bewerbungen gleichzeitig laufen, damit eine einzelne Absage nicht deine gesamte Praktikumssuche gefährdet. Als Faustregel: Bewirb dich bei mindestens 5–10 verschiedenen Betrieben.

Motivation behalten: Strategien gegen Frust

Die Statistik kennen

Es ist völlig normal, dass nicht jede Bewerbung zum Erfolg führt. Selbst bei erfahrenen Bewerbern liegt die Erfolgsquote oft nur bei 10–20 Prozent. Wenn du dich bei 10 Betrieben bewirbst und 3 Einladungen bekommst, ist das ein gutes Ergebnis. Sieh jede Absage als einen Schritt näher zum Ziel.

Erfolge feiern

Auch kleine Fortschritte sind Erfolge: Du hast überhaupt eine Bewerbung geschrieben, du hast dich getraut, zum Hörer zu greifen, du hast ein Vorstellungsgespräch gemeistert. All das sind Leistungen, auf die du stolz sein kannst – unabhängig vom Ergebnis.

Alternative Wege gehen

Wenn die klassische Bewerbung nicht funktioniert, versuche es auf anderen Wegen:

  • Initiativbewerbungen an Betriebe, die keine Praktikumsplätze ausgeschrieben haben
  • Netzwerk nutzen: Frage Familie, Freunde, Nachbarn und Lehrer, ob sie Kontakte zu Betrieben haben
  • Praktikumsbörsen deiner Schule oder der Agentur für Arbeit nutzen
  • Tag der offenen Tür bei Unternehmen besuchen und persönlich Kontakt knüpfen
  • Ausbildungsmessen und Berufsorientierungstage als Chance nutzen

Aus Absagen lernen

Jede Absage ist eine Lernmöglichkeit. Frage dich nach jeder Absage:

  • Was kann ich beim nächsten Mal besser machen?
  • War mein Anschreiben wirklich auf das Unternehmen zugeschnitten?
  • Habe ich mich rechtzeitig genug beworben?
  • Passt der Beruf überhaupt zu meinen Interessen und Stärken?

Manchmal stellt sich heraus, dass eine Absage im Nachhinein sogar etwas Gutes war. Vielleicht findest du ein Praktikum in einem Betrieb, der noch besser zu dir passt, und das hättest du nie entdeckt, wenn die erste Bewerbung geklappt hätte.

Wenn gar nichts klappt: Hilfe holen

Falls du nach zahlreichen Bewerbungen immer noch keinen Praktikumsplatz gefunden hast, scheue dich nicht, Hilfe zu suchen:

  • Deine Klassenlehrer oder Berufsberater an der Schule können oft helfen und haben Kontakte zu lokalen Betrieben
  • Die Berufsberatung der Agentur für Arbeit bietet kostenlose Unterstützung
  • Deine Eltern haben vielleicht berufliche Kontakte, die dir weiterhelfen
  • Online-Praktikumsbörsen wie Praktikumsgenie bieten eine breite Auswahl an Praktikumsplätzen

Denk immer daran: Es gibt für jeden Schüler einen passenden Praktikumsplatz. Manchmal braucht es einfach etwas mehr Geduld und Ausdauer. Und genau diese Ausdauer wird dir auch später im Berufsleben zugutekommen.

Häufige Fragen

Ist es unprofessionell, nach dem Grund für die Absage zu fragen?
Nein, ganz im Gegenteil! Die meisten Arbeitgeber schätzen es, wenn Bewerber höflich nach Feedback fragen. Es zeigt Reife und den Willen, sich zu verbessern. Formuliere die Nachfrage respektvoll und bedanke dich für die Rückmeldung – egal, ob die Antwort positiv oder negativ ausfällt.
Soll ich mich nochmal beim gleichen Betrieb bewerben?
Ja, das kannst du durchaus tun – allerdings nicht sofort. Wenn der Praktikumszeitraum nicht gepasst hat oder keine Plätze frei waren, kannst du dich für den nächsten möglichen Zeitraum erneut bewerben. Erwähne dabei, dass du dich bereits zuvor beworben hattest. Das zeigt Beharrlichkeit und echtes Interesse.
Wie viele Absagen sind normal?
Es gibt keine feste Regel, aber es ist absolut normal, mehrere Absagen zu bekommen, bevor du einen Praktikumsplatz findest. Bei beliebten Berufsfeldern wie Tierarzt, Medien oder Polizei kann die Ablehnungsquote besonders hoch sein. Lass dich davon nicht verunsichern – jede Bewerbung ist eine Übung und bringt dich weiter.
Was mache ich, wenn ich gar keine Antwort bekomme?
Wenn du nach zwei Wochen keine Rückmeldung erhalten hast, darfst du höflich nachfragen – per E-Mail oder Telefon. Manche Betriebe vergessen leider, auf Bewerbungen zu antworten. Eine freundliche Nachfrage zeigt Interesse und erinnert den Betrieb an deine Bewerbung.

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Stand: Januar 2026· Alle Angaben ohne Gewähr