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Bewerbung17. Januar 2026

Praktikumsbewerbung per E-Mail: Anleitung & Tipps

Erfahre, wie du eine überzeugende Praktikumsbewerbung per E-Mail versendest. Von der perfekten Betreffzeile über die richtige Anrede bis hin zu Anhängen und Dateiformaten – alles Schritt für Schritt erklärt.

Das Wichtigste in Kürze

  • Verwende eine seriöse E-Mail-Adresse mit deinem Vor- und Nachnamen
  • Die Betreffzeile muss sofort klarmachen, worum es geht: Praktikumsbewerbung + Zeitraum
  • Der E-Mail-Text ist nur ein kurzes Begleitschreiben – das Anschreiben gehört in den Anhang
  • Alle Anhänge immer im PDF-Format mit aussagekräftigen Dateinamen senden
  • Die Gesamtgröße der Anhänge sollte 5 MB nicht überschreiten
  • Prüfe vor dem Absenden alles doppelt: Empfänger, Anrede, Anhänge, Rechtschreibung
  • Nach zwei Wochen ohne Antwort darfst du höflich nachfragen

Warum die E-Mail-Bewerbung so wichtig ist

Die Bewerbung per E-Mail ist heute der Standard. Die meisten Unternehmen erwarten, dass du deine Praktikumsbewerbung digital einreichst. Im Gegensatz zur klassischen Bewerbungsmappe per Post geht es schneller, ist kostenlos und zeigt, dass du mit modernen Kommunikationsmitteln umgehen kannst. Trotzdem machen viele Bewerber vermeidbare Fehler, die den ersten Eindruck ruinieren.

Eine professionelle E-Mail-Bewerbung besteht aus mehr als nur einem schnell geschriebenen Text mit angehängtem Lebenslauf. Jedes Detail zählt – von der E-Mail-Adresse über die Betreffzeile bis hin zur Formatierung der Anhänge. In diesem Ratgeber erfährst du Schritt für Schritt, wie du deine Praktikumsbewerbung per E-Mail perfekt gestaltest.

Die richtige E-Mail-Adresse

Bevor du überhaupt mit dem Schreiben beginnst, wirf einen Blick auf deine E-Mail-Adresse. Sie ist das Erste, was der Empfänger sieht. Eine seriöse E-Mail-Adresse besteht idealerweise aus deinem Vor- und Nachnamen, zum Beispiel:

  • Gut: max.mustermann@gmail.com, m.mustermann@web.de
  • Schlecht: party-king2009@yahoo.de, cooler-typ@gmx.de, suesse-maus@outlook.de

Falls deine aktuelle Adresse nicht professionell klingt, erstelle dir kostenlos eine neue bei Gmail, Outlook oder Web.de. Das dauert nur wenige Minuten und macht einen großen Unterschied.

Die perfekte Betreffzeile

Die Betreffzeile entscheidet darüber, ob deine E-Mail geöffnet oder übersehen wird. Sie muss auf den ersten Blick klarmachen, worum es geht. Eine gute Betreffzeile enthält:

  • Das Wort „Bewerbung“ oder „Praktikumsbewerbung“
  • Die genaue Bezeichnung des Praktikums (z.B. „Schülerpraktikum“ oder „Pflichtpraktikum“)
  • Den Zeitraum des Praktikums
  • Optional: eine Referenznummer, falls in der Stellenanzeige angegeben

Beispiele für gute Betreffzeilen:

  • Bewerbung um ein Schülerpraktikum vom 10.–21. März 2026
  • Praktikumsbewerbung als Mediengestalterin – Zeitraum: 15.–26.06.2026
  • Bewerbung Schülerpraktikum Mechatronik – Ref.-Nr. SP2026-042

Der E-Mail-Text: Kurz und professionell

Anrede

Verwende immer eine persönliche Anrede mit dem Namen des Ansprechpartners: „Sehr geehrte Frau Müller,“ oder „Sehr geehrter Herr Schmidt,“. Nur wenn du den Namen trotz Recherche nicht herausfinden konntest, nutze: „Sehr geehrte Damen und Herren,“.

Der eigentliche Text

Der E-Mail-Text ist nicht dein Anschreiben! Er ist lediglich ein kurzes Begleitschreiben, das auf die angehängten Unterlagen verweist. Halte ihn auf 3–5 Sätze:

Sehr geehrte Frau Müller,

mit großem Interesse bewerbe ich mich um ein Schülerpraktikum in Ihrem Unternehmen im Zeitraum vom 10. bis 21. März 2026. Meine vollständigen Bewerbungsunterlagen finden Sie im Anhang dieser E-Mail.

Über die Möglichkeit, mich persönlich bei Ihnen vorzustellen, würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen
Max Mustermann

Signatur

Füge am Ende deiner E-Mail eine professionelle Signatur ein, die folgende Informationen enthält:

  • Vollständiger Name
  • Adresse
  • Telefonnummer (unter der du erreichbar bist)
  • E-Mail-Adresse

Die Anhänge richtig vorbereiten

Welche Dokumente gehören in den Anhang?

Deine Bewerbungsunterlagen sollten in folgender Reihenfolge angehängt werden:

  • Anschreiben (als separate PDF-Datei)
  • Lebenslauf (als separate PDF-Datei)
  • Zeugnisse (letztes Halbjahreszeugnis, ggf. weitere relevante Nachweise)
  • Optional: Praktikumszeugnisse früherer Praktika, Zertifikate, Teilnahmebestätigungen

Das richtige Dateiformat

Sende deine Unterlagen immer als PDF. Word-Dokumente (.doc/.docx) können auf verschiedenen Geräten unterschiedlich aussehen, Bilder können verrutschen und die Formatierung geht verloren. PDFs sehen überall gleich aus und wirken professioneller. Die meisten Textverarbeitungsprogramme bieten die Option „Als PDF speichern“ oder „Exportieren als PDF“.

Dateibenennung

Benenne deine Dateien klar und eindeutig. Vermeide kryptische Namen wie „Dokument1.pdf“ oder „Bewerbung_final_v3_NEU.pdf“. Gute Dateinamen sind zum Beispiel:

  • Anschreiben_Max_Mustermann.pdf
  • Lebenslauf_Max_Mustermann.pdf
  • Zeugnis_9Klasse_Max_Mustermann.pdf

Dateigröße beachten

Achte darauf, dass die Gesamtgröße aller Anhänge 5 MB nicht überschreitet. Viele E-Mail-Server lehnen größere Nachrichten ab. Falls deine Dateien zu groß sind, kannst du PDFs online komprimieren (z.B. mit smallpdf.com oder ilovepdf.com). Scanne Zeugnisse in einer mittleren Auflösung (150–200 dpi reichen für die Bildschirmansicht).

Häufige Fehler bei der E-Mail-Bewerbung

Diese Fehler solltest du unbedingt vermeiden:

  • Tippfehler im Betreff oder Anrede: Lies alles mindestens zweimal durch. Der Name des Ansprechpartners muss korrekt geschrieben sein!
  • Falscher Firmenname: Wenn du mehrere Bewerbungen verschickst, prüfe, ob du überall den richtigen Firmennamen eingesetzt hast
  • Anhänge vergessen: Es passiert häufiger als man denkt. Prüfe vor dem Absenden, ob alle Dateien angehängt sind
  • Massenmails mit sichtbaren Empfängern: Schicke niemals eine Bewerbung an mehrere Unternehmen gleichzeitig! Jede Bewerbung muss individuell sein
  • Emoji oder bunte Schrift: Verwende eine schlichte, gut lesbare Schriftart in Schwarz. Emojis haben in einer Bewerbung nichts zu suchen
  • „Von meinem iPhone gesendet“: Entferne automatische Signaturen deines Geräts, bevor du die Bewerbung abschickst

Checkliste vor dem Absenden

Gehe diese Punkte durch, bevor du auf „Senden“ klickst:

  • Ist die Empfänger-Adresse korrekt?
  • Ist die Betreffzeile aussagekräftig und vollständig?
  • Ist der Ansprechpartner namentlich und richtig geschrieben?
  • Ist der E-Mail-Text fehlerfrei und höflich?
  • Sind alle Anhänge im PDF-Format?
  • Sind die Dateinamen professionell und eindeutig?
  • Ist die Gesamtgröße unter 5 MB?
  • Hast du eine professionelle Signatur eingefügt?

Lass am besten jemanden – Eltern, Geschwister oder Freunde – einen letzten Blick auf deine E-Mail werfen, bevor du sie abschickst. Vier Augen sehen mehr als zwei!

Nach dem Absenden: Geduld haben

Nachdem du deine Bewerbung abgeschickt hast, heißt es zunächst: Geduld haben. Viele Unternehmen brauchen ein bis zwei Wochen, um Bewerbungen zu sichten. Wenn du nach zwei Wochen nichts gehört hast, ist ein freundlicher Nachfass-Anruf oder eine kurze Nachfrage per E-Mail absolut in Ordnung. Formuliere dabei höflich und nicht fordernd.

Häufige Fragen

Soll das Anschreiben direkt in die E-Mail oder als Anhang?
Das Anschreiben gehört als separate PDF-Datei in den Anhang. In die E-Mail selbst schreibst du nur einen kurzen Begleittext (3–5 Sätze), der auf die angehängten Unterlagen verweist. So bleibt die E-Mail übersichtlich und dein Anschreiben behält seine professionelle Formatierung.
Kann ich eine Bewerbung an mehrere Firmen gleichzeitig schicken?
Auf keinen Fall! Jede Bewerbung muss individuell auf das jeweilige Unternehmen zugeschnitten sein. Massenmails wirken unpersönlich und werden sofort aussortiert. Außerdem ist es sehr peinlich, wenn der Empfänger im CC- oder BCC-Feld andere Firmennamen sieht.
Was mache ich, wenn ich den Ansprechpartner nicht kenne?
Recherchiere zunächst auf der Unternehmenswebsite unter „Karriere“, „Team“ oder „Kontakt“. Du kannst auch kurz bei dem Unternehmen anrufen und nach dem zuständigen Ansprechpartner für Praktika fragen. Nur als letzte Option verwendest du „Sehr geehrte Damen und Herren“.
Zu welcher Uhrzeit sollte ich die E-Mail am besten absenden?
Der beste Zeitpunkt ist an Werktagen zwischen 8:00 und 10:00 Uhr morgens. Dann landet deine E-Mail ganz oben im Posteingang, wenn der Ansprechpartner seinen Arbeitstag beginnt. Vermeide es, Bewerbungen spätabends oder am Wochenende zu senden – das kann einen unprofessionellen Eindruck machen.

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Stand: Januar 2026· Alle Angaben ohne Gewähr