Wie lange dauert ein Schülerpraktikum und wann findet es statt?
Ein Schülerpraktikum dauert typischerweise 1-3 Wochen und findet in der 8. oder 9. Klasse statt. Für Ihren Betrieb ist es eine der besten Möglichkeiten, zukünftige Azubis frühzeitig kennenzulernen – und ihnen zu zeigen, was Ihren Beruf spannend macht.
Welche rechtlichen Regeln gelten beim Schülerpraktikum?
Jugendarbeitsschutzgesetz (JArbSchG): Schüler unter 15 Jahren dürfen nur leichte Tätigkeiten ausüben. Ab 15: Max. 7 Stunden/Tag, max. 35 Stunden/Woche. Keine Arbeit vor 6 Uhr oder nach 20 Uhr. Keine gefährlichen Arbeiten.
Versicherung: Schülerpraktikanten sind in der Regel über die Schule unfallversichert. Klären Sie das mit der Schule. Ihre Betriebshaftpflicht sollte Praktikanten einschließen.
Vergütung: Schülerpraktika müssen nicht vergütet werden. Ein kleines Taschengeld (z.B. 50 EUR/Woche) ist nett, aber nicht üblich.
Wie planen Sie die Aufgaben für einen Schülerpraktikanten Woche für Woche?
Woche 1: Rundgang, Team-Vorstellung, erste einfache Aufgaben unter Anleitung. Der Schüler soll den Betrieb kennenlernen.
Woche 2: Kleinere eigenständige Aufgaben, Mitmachen bei der täglichen Arbeit, Fragen beantworten.
Woche 3: Mini-Projekt (wenn Zeit), Reflexionsgespräch, Praktikumsbescheinigung ausstellen.
Wichtig: Schüler sind keine billigen Arbeitskräfte. Der Lernaspekt muss im Vordergrund stehen. Abwechslungsreiche Einblicke in verschiedene Bereiche sind besser als monotone Zuarbeit.
Warum lohnt sich ein Schülerpraktikum für Ihren Betrieb?
Frühe Bindung: Ein positives Schülerpraktikum bleibt in Erinnerung. Viele Azubis berichten, dass sie durch ihr Schülerpraktikum den Beruf gewählt haben.
Talent-Scouting: Sie lernen potenzielle Azubis 1-3 Jahre vor dem Ausbildungsstart kennen. Wenn der Schüler gut ist, halten Sie den Kontakt.
Reputation: Schulen empfehlen Betriebe die gute Praktika anbieten. Mundpropaganda ist der beste Recruiting-Kanal.